Der Break-even-Punkt ist die Umsatzhöhe, bei der die Gesamteinnahmen den Gesamtkosten entsprechen - Sie machen weder Gewinn noch Verlust. Die Kenntnis der Gewinnschwelle ist für Preisentscheidungen, Investitionsrechnungen und die Unternehmensplanung von entscheidender Bedeutung.

Die Break-Even-Formel

Es gibt zwei Versionen: verkaufte Einheiten und Einnahmen.

Break-Even in Einheiten

Break-even units = Fixed costs / (Selling price − Variable cost per unit)

Der Nenner (Verkaufspreis - variable Kosten) wird als Deckungsbeitrag pro Einheit bezeichnet - der Gewinn, den jede Einheit vor Deckung der Fixkosten einbringt.

Break-Even in Einnahmen

Break-even revenue = Fixed costs / Contribution margin ratio

Wo:

Contribution margin ratio = (Selling price − Variable cost) / Selling price

Schlüsseldefinitionen

Fixe Kosten: Kosten, die sich nicht mit der Produktion ändern - Miete, Gehälter, Versicherungen, Software-Abonnements, Kreditrückzahlungen.

Variable Kosten: Kosten, die sich direkt mit dem Output verändern - Rohstoffe, Verpackung, Verkaufsprovisionen, Transaktionsgebühren.

Verkaufspreis: Was Sie pro Einheit berechnen.

Deckungsbeitrag: Was jeder Verkauf zur Deckung der Fixkosten und dann zum Gewinn beiträgt.

Ausführliches Beispiel: Produktgeschäft

Szenario: Sie stellen handgemachte Kerzen her.

Betrag
Verkaufspreis pro Kerze £15
Variable Kosten pro Kerze (Wachs, Docht, Gefäß, Verpackung) £5
Monatliche Fixkosten (Miete, Ausrüstung, Versicherung) £2,000

Beitragsmarge pro Einheit:

£15 − £5 = £10 per candle

Break-even in Einheiten:

Break-even = £2,000 / £10 = 200 candles/month

Break-even bei den Einnahmen:

Contribution margin ratio = £10 / £15 = 66.7%
Break-even revenue = £2,000 / 0.667 = £3,000/month

Sie müssen 200 Kerzen (3.000 £ Umsatz) pro Monat verkaufen, um kostendeckend zu arbeiten.

Ausführliches Beispiel: Dienstleistungsunternehmen

Szenario: Sie betreiben ein freiberufliches Designstudio.

Betrag
Durchschnittliche Projektgebühr £1,200
Variable Kosten pro Projekt (Software, Vermögenswerte) £120
Monatliche Fixkosten (Gehalt, Werkzeuge, Miete) £4,500

Beitragsmarge:

£1,200 − £120 = £1,080 per project

Break-even-Projekte:

Break-even = £4,500 / £1,080 = 4.17 projects/month

Runden Sie auf 5 Projekte/Monat auf, um die Rentabilität zu gewährleisten.

Break-Even-Diagramm

Ein Break-even-Diagramm zeichnet auf:

  • Gesamteinnahmenlinie: Beginnt bei 0, steigt nach oben
  • Gesamtkostenlinie: Beginnt bei den Fixkosten (y-Achse), weniger steil ansteigend als die Einnahmen
  • Break-even-Punkt:** Wo sich die beiden Linien kreuzen

Oberhalb des Break-even-Punktes = Gewinn. Unterhalb = Verlust.

Sicherheitsmarge

Die Sicherheitsmarge gibt an, wie weit der Umsatz sinken kann, bevor Sie einen Verlust machen:

Margin of safety (units) = Actual sales − Break-even sales
Margin of safety (%) = (Actual − Break-even) / Actual × 100

Beispiel: Wenn Sie 300 Kerzen/Monat verkaufen und die Gewinnschwelle bei 200 liegt:

Margin of safety = 300 − 200 = 100 candles
Margin of safety % = 100 / 300 × 100 = 33%

Der Umsatz könnte um 33 % sinken, bevor Sie Geld verlieren.

Verwendung von Break-Even für Preisentscheidungen

Szenario: Sollten Sie einen Rabatt von 20% anbieten?

Neuer Verkaufspreis: £15 × 0,8 = £12. Neuer Beitrag: £12 - £5 = £7.

Neue Gewinnschwelle: 2.000 £ / 7 £ = 286 Kerzen/Monat.

Sie müssten 43 % mehr Kerzen verkaufen (286 gegenüber 200), um kostendeckend zu arbeiten. Ist das realistisch? Wenn nicht, lohnt sich der Rabatt nicht.

Break-Even für SaaS- und Abonnement-Geschäfte

Für Abonnementgeschäfte verwenden Sie den monatlich wiederkehrenden Umsatz (MRR):

Months to break even = Total setup cost / (MRR − Monthly variable costs)

Beispiel: Sie haben 50.000 £ für die Entwicklung eines SaaS-Tools ausgegeben. Jeder Abonnent zahlt 29 £/Monat; Ihre variablen Kosten (Hosting, Support) betragen 3 £/Teilnehmer.

Wenn Sie 100 Abonnenten haben:

Monthly contribution = 100 × (£29 − £3) = £2,600
Months to break even = £50,000 / £2,600 = 19.2 months

Beschränkungen der Break-Even-Analyse

Ausgehend von linearen Beziehungen - in Wirklichkeit nehmen die variablen Kosten pro Einheit oft mit der Menge ab (Großeinkauf), und die Preise müssen möglicherweise sinken, um die Menge zu erhöhen.

Unterscheidet sich von der Zeit - der Verkauf von 200 Kerzen im Dezember ist etwas anderes als der Verkauf von 200 Kerzen im Juli.

Fixe Kosten sind nicht wirklich fix - bei einem ausreichend hohen Volumen benötigen Sie mehr Personal, größere Räumlichkeiten usw.

Verwenden Sie den Break-even-Wert als ein Planungsinstrument, nicht als einziges.


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